electric hexagons (gone) wild - Visual in VVVV für die Pratersauna

October 15, 2014 Raphael Szavai

visual2

Es began als Zwang, mündete in Neugier und endete mit Begeisterung.

So in etwa kann man die anfangs schwierige Beziehung bezeichnen die ich zu VVVV hatte. Selbiges lässt sich auch auf das Visual ummünzen. Von der Ursprungsidee ist nicht mehr allzu viel übrig.

1. Entwurf:

Für den Hintergrund wurde ein Electricity Node hergenommen, an den ein LFO angehängt wurde, damit eine erste Bewegung in das starre Bild kommt. Weiters reagiert der Blitz in der Electricity Node auf den Bass, welcher durch einen FFT rausgefiltert wurde.

Weiters gab es dann einen aus lauter kleinen einzelnen Kreisen bestehenden Kreis (circular spread). Die einzelnen Elemente des Kreises wiederum reagierten ebenfalls auf die Musik. Dies geschah ebenfalls durch einen FFT wo die Pegel der jeweiligen Frequenzbereiche die Position angaben wo sich die Kreise hinbewegten. Dabei kam noch ein Damper zum Einsatz, damit die Bewegung fließend verlief.

1.1 Entwurf:

Der einzelnen Elemente des Kreises wurden auf zumindest 9 Postionen reduziert und durch Hexagons ersetzt (Segment: Resolution 7) die sich überlappen. Dabei wurde der Alpha Kanal etwas runtergedreht und ein innerer Radius hinzugefügt. Somit ergab sich bei der Bewegung der Segmente eine “Unschärfe”.visual1

2. Einbindung in das Helga Framework

Hier musste erstmal rausgefunden wie das Framework funktioniert, welche Funktionen und Schnittstellen uns zur Verfügung gestellt werden etz. etz. etz.
Hauptproblem war, dass der Entwurf für eine quadratische Projektionsfläche konzipiert wurde und es sich hier um eine 360° Projektion mit mehreren Beamern handelte.

Somit wurde der Kreis eine Elipse mit 90 statt 9 Hexagons und die Electricity Node wurde 5 mal Nebeneinander gestellt.

Damit das Ganze auch noch live bearbeitet werden konnte, wurden einige switches, fader und weitere variation buttons vom Lemur Simulator mit dem Patch verknüpft. Folgende Dinge konnten verändert werden:

Electricity:
– der Blitz konnte aufgefächert werden, dass dieser wie ein Stargate aussah
– Flash intensität ohne die Bewegung der Hexagons zu beeinflussen
– die Electrictiy nahm entweder die Farbe der Colorsets an oder war nur weiß

Hexagons:
– Größe
– rotation ja/nein
– regelbare Geschwindigkeit der Bewegung durch den Raum
– Animation des inneren Radius an/aus inkl. Einstellmöglichkeit ob die Animation auf Bässe, Mid, Highs oder eine beliebige Anzahl an Beats reagiert (alle 2 Beats sieht verdammt gut aus)
– Reset Button für die Rotation
– generelle Dicke der Hexagons

Großteil der Einstellungsmöglichkeiten ist dadurch entstanden, da ich nicht genau wusste wie das Ganze im realen Raum aussehen würde.

3. Anpassungen für die Pratersauna

Vor Ort, mussten einige spezielle kleinere Einstellungen die große Wirkung hatten angepasst werden. In erster Linie Ging es um das “flashen” der Elelectricity und die Bewegung der Hexagons zur Musik.

Aufgrund meiner relativ unübersichtlichen “programmier” Arbeit war das stellenweise relativ heikel, vorallem weil hier und da die falschen Nodes editiert wurden. Das war mir eine Lehre für die nächsten Male etwas sauberer und strukturierter zu arbeiten (zB mit Sub-Patches)

Was direkt vor Ort auffiel und ich von Anfang an bedacht hatte war, den Patch relativ schlank zu halten und nicht zuviel Rechnerleistung zu beanspruchen, da immer 2 Visuals gleichzeitig laufen und bei jedem Ladevorgang bzw. auswechseln eines Visuals alles steht, was leider auch im Live-Betrieb sehr stark ersichtlich ist.visual2

 

Eine Produktion der Fachhochschule St.Pölten
Lehrveranstaltung Modulare Medienprogrammierung
Masterstudiengang Digitale Medientechnologien
LV Leitung: Matthias Husinsky

, , , , interactive, visuals